Johannisberger Vogelsang

Erstmals erwähnt wurde der „fogelsang“ bereits 1399. Zu dem Namen ist es allem Anschein nach durch den mit Singvögeln belebten Wald gekommen, den man bei der Rodung des Landes abbrannte.

Der leichte Südhang steigt bis auf eine Höhe von 200m über NN an und bildet die östliche Gemarkungsgrenze von Johannisberg. Außerdem teilweise vom nahen Wald umgeben, beherrschen hier spürbar kühle Einflüsse das Mikroklima und verlängern die Traubenreife in vielen Jahren zum Teil deutlich. Auf diese Weise wachsen ungemein nachhaltige sowie komplexe Weintypen. Böden aus steinig-kiesigem Lehm über teilweise stark sandigem Lösslehm verlangen von den Reben eine intensive und dichte Bewurzelung des Untergrunds, um eine dauerhafte Versorgung mit Wasser zu gewährleisten. Unsere zum Teil mehr als siebzig Jahre alten Reben eignen sich daher besonders gut für diesen Standort.

Die so aufgenommenen Nährstoffe verleihen dem Wein seine feine Mineralität, lang anhaltende Finesse und kräutrige Aromatik. Die Weine der Lage „Johannisberger Vogelsang“ sind Vertreter des individuellen Rheingauer Rieslings und zeigen oft erst nach ein bis zwei Jahren der Reife ihr volles Potential.